Aktuelle Ausstellung
im KIF

Joseph Beuys & Nam June Paik
In Memoriam Beuys Paik Maciunas

29.1. – 19.4.2026

KIF – Kunst im Fenster
Schaperstraße 11
10719 Berlin

Siebdruck von Joseph Beuys und Nam June Paik auf weißer Leinwand. Die vergrößerte Einladungskarte zum Klavierduett In memoriam George Maciunas zeigt ein Foto des Künstlers in Gorillamaske. Außerdem ist zu lesen: Fluxus Soiree der Galerie René Block in der Aula der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.

    Vor 40 Jahren, am 23.1.1986 starb Joseph Beuys.
    Vor 20 Jahren, am 29.1.2006 starb Nam June Paik.

    Wir nehmen diese runden Daten zum Anlass, an das Konzert In Memoriam George Maciunas im Juli 1978 zu erinnern, das beide Künstler ihrem Freund George Maciunas (1931–1978) widmeten.
    Das Konzert an zwei Klavieren wurde in der Aula der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf zum Gedenken an den Künstler und Begründer der Fluxusbewegung aufgeführt.
    »Wir stellen zwei Pianos auf«, beschreibt Beuys das Klavierduett, »er [Paik] macht seine Sache, ich mache meine Sache, wir haben uns nicht abgesprochen über das, was wir machen. Also tonmässig. Wir treffen uns an diesem bestimmten Punkt, keiner weiss vom andern, was er macht; das einzige, was wir wissen, und worüber wir uns geeinigt haben, ist die Zeit.« (Joseph Beuys) Nach genau 74 Minuten wurde das Konzert durch ein Weckerklingeln beendet. George Maciunas war im Alter von 47 Jahren verstorben.
    In der Edition Block erschienen unter anderem eine Aufzeichnung des Klavierduetts als Doppel LP sowie die vergrößerte Einladungskarte zum Konzert als Siebdruck auf Leinwand.

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    Aktuelle Ausstellung
    in der Edition Block

    60 Jahre. 60 Werke. Edition Block 1966–2026

    29.4. – 30.8.2026

    Edition Block
    Prager Straße 5
    10779 Berlin

    s/w Foto zeigt den jungen René Block im Schnee vor der Eingangstür der Galerie. Er ist nach vorn gebeugt und schiebt den Schlitten von Joseph Beuys auf die Kamera zu.

      Sechzig Jahre lassen sich schwer erzählen. Sechzig Werke schon eher.
      Seit 1966 steht die Edition Block für eine Praxis, in der Editionen nie Reproduktionen waren, sondern eigenständige künstlerische Setzungen. Was hier entsteht, ist kein „zweitrangiges“ Kunstwerk, sondern ein anderes, manchmal widerspenstigeres.
      Die frühen Jahre fallen zusammen mit einem Moment, in dem sich der Werkbegriff verschiebt. Fluxus, Konzeptkunst und politisch motivierte Arbeiten suchen nach Formen, die sich verbreiten lassen, die zirkulieren, irritieren und über den Kunstraum hinaus wirksam werden. In diesem Zusammenhang wird das Auflagenwerk zum idealen Medium, nicht als Kompromiss, sondern als Strategie, um Kunst einem größeren Publikum zugänglich zu machen.
      Diese Haltung prägt die Arbeit und das Engagement der Edition Block bis heute. Die Edition ist kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein lebendiger Akteur. Entsprechend versammelt die Jubiläumsausstellung neben inzwischen historischen Arbeiten von Joseph Beuys, KP Brehmer, K.H. Hödicke, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Wolf Vostell (u.a.) auch aktuelle Produktionen von Ayşe Erkmen, Mona Hatoum, Ceal Floyer, Alicja Kwade, Rosa Barba, Mariana Vassileva und Mehtap Baydu (u.a.).
      Über die Jahrzehnte hinweg zeigt sich dabei eine große formale und materielle Bandbreite: Druckgrafik, Objekte, Künstlerbücher, Schallplatten und alles dazwischen.
      Sechzig Werke also, weniger Jubiläumsgeste als Arbeitszustand. Denn die Frage, was ein Kunstwerk ist, wie es zirkuliert, und wen es erreicht, ist nach wie vor nicht abgeschlossen.
      Zum Glück.

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      Aktuelle Ausstellung
      im KIF

      Eva-Maria Schön
      60 Jahre. 60 Meter, Pinsel­striche

      29.4. – 6.6.2026

      KIF – Kunst im Fenster
      Schaperstraße 11
      10719 Berlin

      s/w Foto zeigt Eva-Maria Schön bei der Installation einer Arbeit. Ein langer Streifen Leinwand mit Pinselstrichen ist in vielen Schlaufen über die Wand gehängt

        Eva-Maria Schön entwickelte 1981 mit Pinselstriche hintereinander eine Arbeit, die sich aus einer Abfolge einzelner, für sich stehender Striche zusammensetzt. Im KIF wird die Arbeit nun in veränderter Form unter dem Titel 60 Meter, Pinselstriche erneut gezeigt. Die 60 Meter greifen dabei die Motive von Dauer und Strecke auf, eine Setzung, die sich beiläufig auch auf die 60 Jahre der Edition beziehen lässt. Sichtbar ist nie alles zugleich. Erst durch Bewegung, Umkehrung und Überlagerung entstehen immer wieder neue Konstellationen: Eine Malerei, die sich im Raum entfaltet.

        „Pinselstriche sind Einzelgänger. Hintereinander aufgereiht zeigt jeder Strich seine Farbe, seine Form, Bewegung, Anfang und Ende. Ich setze den nächsten Strich auf die lange Bahn von 30 Metern auf der Vorderseite, 30 Meter auf der Rückseite. Jeder Strich ist individuell und bleibt für sich. Es kommt kein Bild zustande, keine Malerei durch ein übereinander Malen. Es bleibt eine Gesellschaft von Einzelnen. Beide Seiten der langen Bahn gleichzeitig sehen zu wollen, ist unmöglich. Immer bleibt ein Teil der Pinselstriche unsichtbar. Wenn ich die Bahn umdrehe und so die vorderen Pinselstriche nebeneinander auf die rückseitigen treffen, zufällig, entsteht eine neue Variation. Die Ansammlung von Pinselstrichen ergibt dann ein Bild, das Malerei sein kann – eine erweiterte Malerei im Raum.“
        Eva-Maria Schön

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