Aktuelle Ausstellung
in der Edition Block

60 Jahre. 60 Werke. Edition Block 1966–2026

29.4. – 30.8.2026

Edition Block
Prager Straße 5
10779 Berlin

s/w Foto zeigt den jungen René Block im Schnee vor der Eingangstür der Galerie. Er ist nach vorn gebeugt und schiebt den Schlitten von Joseph Beuys auf die Kamera zu.

    SOMMERPAUSE:
    15. Juli – 14. August: Besuche nur nach Vereinbarung

    Sechzig Jahre lassen sich schwer erzählen. Sechzig Werke schon eher.
    Seit 1966 steht die Edition Block für eine Praxis, in der Editionen nie Reproduktionen waren, sondern eigenständige künstlerische Setzungen. Was hier entsteht, ist kein „zweitrangiges“ Kunstwerk, sondern ein anderes, manchmal widerspenstigeres.
    Die frühen Jahre fallen zusammen mit einem Moment, in dem sich der Werkbegriff verschiebt. Fluxus, Konzeptkunst und politisch motivierte Arbeiten suchen nach Formen, die sich verbreiten lassen, die zirkulieren, irritieren und über den Kunstraum hinaus wirksam werden. In diesem Zusammenhang wird das Auflagenwerk zum idealen Medium, nicht als Kompromiss, sondern als Strategie, um Kunst einem größeren Publikum zugänglich zu machen.
    Diese Haltung prägt die Arbeit und das Engagement der Edition Block bis heute. Die Edition ist kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein lebendiger Akteur. Entsprechend versammelt die Jubiläumsausstellung neben inzwischen historischen Arbeiten von Joseph Beuys, KP Brehmer, K.H. Hödicke, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Wolf Vostell (u.a.) auch aktuelle Produktionen von Ayşe Erkmen, Mona Hatoum, Ceal Floyer, Alicja Kwade, Rosa Barba, Mariana Vassileva und Mehtap Baydu (u.a.).
    Über die Jahrzehnte hinweg zeigt sich dabei eine große formale und materielle Bandbreite: Druckgrafik, Objekte, Künstlerbücher, Schallplatten und alles dazwischen.
    Sechzig Werke also, weniger Jubiläumsgeste als Arbeitszustand. Denn die Frage, was ein Kunstwerk ist, wie es zirkuliert, und wen es erreicht, ist nach wie vor nicht abgeschlossen.
    Zum Glück.

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    Aktuelle Ausstellung
    im KIF

    Dorothee Diebold
    When a whole group is coming too late

    26.6. – 30.8.2026

    KIF – Kunst im Fenster
    Schaperstraße 11
    10719 Berlin

    Mehrteilige skulpturale Installation von Dorothee Diebold mit hellen, organisch geformten Objekten und grauen Schattierungen auf hellem Boden vor weißer Wand.

      „Gerade im Bereich des Nichtverstehens, der Unmöglichkeit zugewandt, zeigt sich ein lebendiger Moment, der Löcher in die gängige Erzählstruktur reißt und sich einer anderen Sinnlichkeit öffnet.“ Dorothee Diebold

      Im KIFKUNST IM FENSTER zeigt Dorothee Diebold eine kleine Gruppe heller, organischer Malereiobjekte aus ihrer Serie Projection. Die Arbeiten sind Teil Diebolds biomorpher Malerei, die aus dem Tafelbild entstanden ist und zugleich aus ihm herausführt. Formen lösen sich aus der Fläche, werden körperlich und treten in den Raum. Dabei bleiben sie zugleich Malerei und zeigen das sonst Verborgene, die Rückseite der Leinwand. Ihre Arbeiten bewegen sich im Feld des Dazwischen – wo Malerei in Skulptur übergeht und Skulptur sich malerisch öffnet. Aus der Doppeldeutigkeit ihrer Erscheinung entsteht ein Moment, in dem Unsicherheit selbst zum Thema wird.
      Der Titel When a whole group is coming too late verweist auf eine Verschiebung im gewohnten Ablauf. Die Arbeit kann als poetische Abschweifung gelesen werden. Zugleich verweist sie auf die Projektion der Ausstellungsbesucher selbst und hält einen Augenblick fest, in dem etwas durch Abweichung, Komik und Dopplung überrascht und aus dem vorgesehenen Rahmen fällt.
      Dorothee Diebold, geboren 1988 in Offenbach am Main, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Haus am Lützowplatz, Berlin, in der Städtischen Galerie Nordhorn und bei Kunsthal 44Møen, Dänemark, gezeigt.

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